Ein Sturz kann Knochenbrüche, Krankenhausaufenthalte und den Verlust der Selbstständigkeit nach sich ziehen. Noch schwerer wiegt oft die Angst vor dem nächsten Sturz: Viele Menschen bewegen sich danach weniger – und werden dadurch noch unsicherer. Dabei lässt sich das Risiko deutlich senken.
Älter werden heißt nicht, krank zu werden. Mit einem aktiven Lebensstil, regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und den richtigen Informationen können Sie viele Beschwerden vermeiden oder früh erkennen. Hier finden Sie verständliche Beiträge zu den Themen, die im Alter besonders wichtig sind – von der Sturzvorbeugung über Ernährung und Bewegung bis zu Impfungen, Medikamenten und Demenz.
Alle Beiträge basieren auf anerkannten Quellen, die am Ende jeweils genannt werden. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung. Bei Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Hausarztpraxis; im Notfall wählen Sie die 112.
Mit den Jahren kommen häufig mehrere Erkrankungen zusammen – und mit ihnen mehrere Medikamente. Das kann nötig sein, birgt aber Risiken: Wechselwirkungen, Nebenwirkungen und Verwechslungen. Der Körper baut Wirkstoffe im Alter oft langsamer ab, sodass dieselbe Dosis stärker wirken kann.
Wer sich ausgewogen ernährt, bleibt länger fit und widerstandsfähiger. Im Alter verändert sich allerdings vieles: Der Geschmackssinn lässt nach, Kauen und Schlucken fallen schwerer, das Durstgefühl wird schwächer. Deshalb sind Planung und Routinen wichtig.
Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto besser sind oft die Heilungschancen. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen deshalb eine Reihe von Früherkennungsuntersuchungen. Die Angebote richten sich nach Alter und Geschlecht und werden vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegt. Die Regeln können sich ändern; fragen Sie im Zweifel bei Ihrer Hausarztpraxis oder Krankenkasse nach.
Bewegung ist die beste Medizin: Sie stärkt Herz, Kreislauf, Muskeln, Knochen und Stimmung. Sie hält das Gehirn fit und senkt das Risiko für viele Erkrankungen. Und es ist nie zu spät, anzufangen.
Viele ältere Menschen schlafen schlechter als früher: Sie wachen nachts häufiger auf, sind früher wach und fühlen sich tagsüber müde. Das ist teilweise normal, denn der Tiefschlaf nimmt mit dem Alter ab. Dennoch müssen Sie sich damit nicht abfinden.
Wo ist der Schlüssel? Wie hieß noch gleich die Nachbarin? Gelegentliches Vergessen gehört zum Älterwerden. Wenn die Gedächtnisprobleme aber zunehmen und den Alltag beeinträchtigen, sollten Sie nicht abwarten. Nach Schätzungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz, die meisten davon mit Alzheimer-Krankheit.
Wenn der Partner stirbt, Freunde wegziehen oder die Beweglichkeit nachlässt, werden die sozialen Kontakte weniger. Einsamkeit kann sich schleichend entwickeln. Sie erhöht das Risiko für Depressionen, Schlafstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kann das Gedächtnis belasten.
Mit zunehmendem Alter reguliert der Körper die Temperatur schlechter. Hinzu kommen Medikamente und Vorerkrankungen, die den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen. Eine Hitzewelle kann deshalb schnell gefährlich werden.
Mit den Jahren werden Blutgefäße steifer, der Blutdruck steigt. Etwa jede zweite Person über 65 hat Bluthochdruck. Weil er nicht wehtut, wird er oft zu spät erkannt. Deshalb ist regelmäßiges Messen wichtig.
Mit dem Alter schwächt sich das Immunsystem ab. Infektionen verlaufen häufiger schwer. Impfungen sind deshalb eine der wirksamsten Vorsorgemaßnahmen. Die folgenden Angaben beruhen auf den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut, Stand 2026. Ob Sie eine Impfung brauchen, klären Sie bitte persönlich mit Ihrer Hausarztpraxis.